USB-Geräte am iPhone: Wie geht das?

USB-Geräte am iPhone und iPad nutzen (Bildrechte: FRAGDENSTEIN.DE/ Stein)

Wer häufiger Fotos, Videos, Texte, Sprachnotizen und andere Daten aus einem iPhone oder iPad herausholen will, der hat dabei zwei Möglichkeiten: Die Daten können in einen Cloud-Dienst (z. B. iCloud) übertragen und von dort aus weiter verteilt werden. Einfacher geht das allerdings mit einem USB-Stick. Wie aber benutzt man einen USB-Stick und andere USB-Geräte am iPhone oder iPad?

Adapter: Original und Nachbau

Ein iPhone besitzt von Haus aus keinen USB-Anschluss. Um also einen USB-Stick oder andere USB-Geräte am iPhone nutzen zu können, braucht man einen Adapter wie den Lighntning-auf-USB-3-Adapter von Apple (*). Leider ist dieser Adapter nicht ganz billig – dafür kann man allerdings sicher sein, dass er tatsächlich am besten funktioniert. Ich habe während der Recherchen für diesen Beitrag mehrere Billig-Modelle von anderen Herstellern ausprobiert, bin am Schluss aber beim Original gelandet. Denn zwar sehen Original und Nachbau sich äußerlich ähnlich, technisch gibt es jedoch deutliche Unterschiede.

Wenn man USB-Geräte am iPhone nutzen will, braucht man einen Adapter. (Bildrechte: FRAGDENSTEIN.DE/ Stein)

Wenn man USB-Geräte am iPhone nutzen will, braucht man einen Adapter. (Bildrechte: FRAGDENSTEIN.DE/ Stein)

Welche Geräte funktionieren mit einem Nachbau-Adapter?

Der Original- und auch die Nachbau-Adapter besitzen ein kurzes Kabel mit einem Lightning-Stecker. Das Kabel ist am Adapter-Gehäuse befestigt, das eine USB- und eine Lightning-Buchse besitzt. Bei den von mir getesteten Nachbau-Modellen (z. B. der von Lyos (*) oder der 4in1-Adapter von Phone Star (*))) ist die Lightning-Buchse jedoch ausschließlich dafür gedacht, das iPhone oder iPad zu laden, während über die USB-Buchse ein USB-Gerät am iPhone oder iPad hängt. Dort lässt sich z. B. das iPhone- oder iPad-Ladegerät (oder eine Powerbank) anschließen. Dadurch eignet sich ein solcher Nachbau-Adapter ausschließlich dafür, ein USB-Gerät am iPhone zu betreiben, das nicht zu viel Strom braucht oder eine eigene Stromversorgung besitzt. Folgende Geräte funktionierten in meinen Tests mit vielen Nachbau-Adaptern:

  • USB-Sticks mit geringer Speicherkapazität
  • USB-Sticks mit geringem Strombedarf
  • USB-Audiogeräte mit eigener Stromversorgung (z. B. Zoom H1n)
USB-Geräte am iPhone: Mit dem Original Apple Lightning-auf-USB3-Adapter klappt's am besten. (Bildrechte: FRAGDENSTEIN.DE/ Stein)

Mit dem Original Apple Lightning-auf-USB3-Adapter klappt’s am besten. (Bildrechte: FRAGDENSTEIN.DE/ Stein)

Welche Geräte funktionieren mit dem Original-Adapter?

Beim Lighntning-auf-USB-3-Adapter von Apple (*) versorgt ein an den Lightning-Buchse des Adapters angeschlossenes Ladegerät (oder eine Powerbank) auch die USB-Buchse mit zusätzlichem Strom und lädt gleichzeitig das iPhone oder iPad. Dadurch ist es möglich, auch solche USB-Geräte am iPhone oder iPad zu betreiben, die mehr Strom brauchen. Daher ließen sich in meinen Tests mit dem Original-Apple-Adapter bei gleichzeitiger Versorgung mit Strom über die Lightning-Buchse folgende Geräte am iPhone oder iPad nutzen:

  • alle Geräte, die auch mit dem Nachbau-Adapter funktionieren
  • USB-Sticks mit höherer Speicherkapazität
  • USB-Sticks mit hohem Strombedarf
  • SD-Card-Reader mit USB-Anschluss (*)
Und plötzlich geht’s doch

Was ist aber, wenn man unterwegs gerade keine Steckdose oder keine geladene Powerbank zur Verfügung hat, trotzdem aber einen größeren USB-Stick am iPhone oder iPad nutzen will? Die Lösung ist ein kleiner USB-Hub, wie er von vielen verschiedenen Herstellern angeboten wird. Ich habe mir zu diesem Zweck den 4-Port-Hub von Anker (*) gekauft, den man mit und ohne eine externe Stromquelle betreiben kann. Damit der kleine Hub am iPhone oder iPad funktioniert, braucht man wieder den Lightning-auf-USB-3-Adapter. Total überrascht war ich dann allerdings darüber, dass das dann auch wieder ein Nicht-Original-Adapter sein kann. Wenn man also z. B. den Nachbau-Adapter von Phone Star (*) ans iPhone oder iPad anschließt und dann den 4-Port-Hub von Anker (*) (ohne externe Stromversorgung (!)) dort einsteckt, dann lassen sich plötzlich alle USB-Sticks und USB-Geräte am iPhone und iPad nutzen, die auch mit dem Original-Apple-Adapter bei gleichzeitiger Stromversorgung (siehe oben) funktionieren. Warum das so ist, dafür gibt es keine wirklich logische Erklärung.

USB-Geräte am iPhone: Mit einem USB-Hub und dem Apple-Adapter ist man am flexibelsten. (Bildrechte: FRAGDENSTEIN.DE/ Stein)

Mit einem USB-Hub und dem Apple-Adapter ist man am flexibelsten. (Bildrechte: FRAGDENSTEIN.DE/ Stein)

USB-Geräte am iPhone und iPad (fast) ohne Grenzen

Schließlich gibt es noch Geräte, die selber so viel Strom brauchen, dass der Lightning-Anschluss schlicht überfordert ist. Dazu gehören vor allem Audio-Interfaces, MIDI-Interfaces, manche externe Festplatten ohne eigene Stromversorgung, Tastaturen und Mäuse. Will man diese USB-Geräte am iPhone oder iPad betreiben, muss man dann den Hub, der an einem Lightning-auf USB-3-Adapter hängt, mit Strom versorgen. Der 4-Port-Hub von Anker (*), den ich mir deshalb gekauft habe, schafft das: Er wird mit einem Netzteil und Micro-USB-Anschlusskabel geliefert, was die nötige Stromversorgung sicherstellt.

Welche Daten kann man transferieren?

Dreh- und Angelpunkt für das Übertragen von Daten vom USB-Stick (oder einer per USB angeschlossenen Festplatte oder SSD) zum iPhone oder iPad und zurück ist die App „Dateien“. Alle USB-Geräte am iPhone oder iPad erscheinen in der Liste der „Speicherorte“. Will man also z. B. eine PDF-Datei von einem USB-Stick aufs iPhone kopieren und dort mit einem PDF-Reader öffnen, muss man die Datei in der „Dateien“-App vom Speicherort „USB-Stick“ (oder wie der USB-Stick eben heißt) in den Ordner der gewünschten App kopieren. Und das geht so:

  • Inhalt des USB-Sticks anzeigen lassen
  • Datei auswählen (oben rechts „auswählen“ antippen, dann Datei markieren)
  • Funktion „Teilen“ antippen (Quadrat mit Pfeil nach oben)
  • aus der Liste „In Dateien sichern“ anwählen
  • Option „Auf meinem iPhone“ (oder iPad) anwählen
  • Ordner des PDF-Readers auswählen
  • oben rechts „sichern“ antippen

Kompliziert? Absolut! Das hätte Apple auch deutlich einfacher machen können. Aber: Wenn man es ein paar Mal gemacht und die Logik verstanden hat, klappt es ganz gut.

Fazit

Wer nur einen USB-Stick am iPhone nutzen will, der sollte sich den Original-Adapter von Apple (*) zulegen. Bei Bedarf kann man dann über die Lightning-Buchse zusätzlich Strom zuführen und wird in den allermeisten Fällen zum Erfolg kommen. Wer stromhungrigere USB-Geräte am iPhone oder iPad nutzen will, der sollte zusätzlich einen kleinen USB-3-Hub wie den von Anker (*) anschaffen, den man extern mit Strom versorgen kann.


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8 Kommentare

  • Rolf Peuke

    Danke. Die Übertragungsmöglichkeit vom Pad auf eine USB-Stick war sehr schön erklärt.

    Gruß vom Niederrhein

    Rolf Peuke

  • Tim Nullmeier

    Wäre mit der Methode des USB-Hubs nicht auch die Möglichkeit, gerade auf Reisen 2 Festplatten an das Ipad zu verbinden und die Daten von Festplatte A auf Festplatte B rüber zu kopieren?

    • Michael Stein

      Habe ich noch nicht ausprobiert – muss ich mal testen.

      • Tim Nullmeier

        Habe mir jetzt auf deinen Bericht hin auch einmal einen zubehöradapter sowie einen USB hub bestellt um dies zu testen. Das Ipad wird mehr und mehr zum vollwertigen Rechner.

        • Michael Stein

          Cool! Meldest Du Dich nochmal, wenn Du es getestet hast? Ich arbeite mittlerweile gerne und viel mit dem iPad.

          • Tim Nullmeier

            So kurzes Update von mir. Hab jetzt den billig Adapter und den USB hub erhalten. Es funktioniert tatsächlich Dateien von einer Festplatte auf einen Stick über den USB hub und das iPad zu verschieben. Voraussetzung ist halt das die Festplatte das passende Format hat aber dann steht dem arbeiten damit überhaupt nichts mehr im Wege.

          • Michael Stein

            Vielen Dank für das Update!

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